Ein Gleichstand an der Spitze
Wer im Kanton St. Gallen nach den absolut tiefsten Steuern sucht, stösst aktuell auf einen Gleichstand. Marbach und Wildhaus-Alt St. Johann teilen sich den ersten Platz.
Für eine alleinstehende Person mit 80'000 CHF Einkommen bieten beide Gemeinden eine Steuerbelastung von 10,4 %. Ein Doppelverdiener-Paar mit 120'000 CHF zahlt 15,8 %, und eine Familie mit 150'000 CHF landet bei 14,3 %.
Nur einen Bruchteil eines Prozentpunktes dahinter folgt das nächste Cluster: Benken, Buchs und Eggersriet. Auch sie liegen exakt gleichauf bei 10,5 % für Singles, 15,9 % für Paare und 14,4 % für Familien.
Der Abstand zwischen dem Besten und dem Letzten
St. Gallen hat nicht diesen einen extrem steuergünstigen Ausreisser, sondern eine breite Spitzengruppe, die dann langsam nach unten abfällt. Und selbst wenn Sie am absoluten Ende der Rangliste in Pfäfers landen, ist der Steueraufschlag nicht ruinös.
Das Gefälle über den gesamten Kanton ist bemerkenswert klein:
- Singles:
10.4%bis11.2% - Paare:
15.8%bis17.1% - Familien:
14.3%bis15.5%

Wenn die Differenz zwischen der günstigsten und der teuersten Gemeinde nur 0,8 bis 1,3 Prozentpunkte beträgt, lohnt es sich finanziell kaum, für den tiefsten Steuersatz einen mühsamen Arbeitsweg in Kauf zu nehmen.
Als Filter nutzen, nicht als letzte Instanz
Diese Rangliste eignet sich hervorragend, um eine Shortlist zu erstellen. Liegen Ihre Wunschorte in der Spitzengruppe, wissen Sie, dass Sie das beste Steuerangebot im Kanton haben. Sobald Sie die Auswahl jedoch auf ein paar wenige Orte eingegrenzt haben, sollten Sie Ihren Fokus auf die Wohnkosten und die Lebensqualität richten. Die Mietzinsdifferenz zwischen Marbach und Pfäfers wird Ihr Budget im Alltag wahrscheinlich viel stärker belasten als der Steuerfuss der Gemeinde.
Und wie immer gilt: Sobald Sie eine konkrete Adresse im Auge haben, lassen Sie Ihre exakten Zahlen durch den offiziellen Steuerrechner laufen, bevor Sie etwas unterschreiben.






