Die aktuelle Rangliste
Bern belegt in den aktuellen PLZHub-Daten mit gewaltigen 459 Postleitzahlen den ersten Platz in der Schweiz. Danach folgen die Waadt mit 327 und Graubünden mit 269. Das weitere Verfolgerfeld – Zürich (249), das Tessin (241) und der Aargau (240) – macht sofort klar: Die Dichte an Postleitzahlen hat viel mehr mit der Siedlungsstruktur zu tun als mit reiner Quadratkilometer-Zahl.

Diese Zahlen sind keine Prestige-Labels. Sie messen schlichtweg, wie viele Zustellzonen die Post ziehen musste, um einen Kanton abzudecken. Das Ranking spiegelt also vor allem wider, wie stark zersiedelt ein Gebiet ist, wie viele Täler die Strassennetze unterbrechen und wie weit sich Agglomerationen um die Städte gebildet haben.
Warum die Führenden vorne liegen
Bern sticht heraus, weil es extrem viele verschiedene Siedlungstypen in einem Kanton bündelt: die dichte Hauptstadtregion, dutzende kleinere Städte, weite landwirtschaftliche Ebenen und entlegene Alpentäler. Die Waadt und Graubünden bringen eine ähnlich hohe regionale Vielfalt mit, die ihre PLZ-Zahlen in die Höhe treibt.
Aber schauen Sie sich Zürich, das Tessin und den Aargau an. Sie beweisen, dass die reine Landfläche nicht entscheidend ist. Der interessanteste Vergleich ist hier das Tessin gegen den Aargau: 241 Postleitzahlen gegen 240. Dieser Beinahe-Gleichstand ist die perfekte Erinnerung daran, dass ein physisch kompakter Kanton wie der Aargau trotzdem stark in viele Ortschaften und Zustellkreise zersplittert sein kann.

Warum Grösse allein nicht reicht
Ein riesiger Kanton kann eine überschaubare PLZ-Zahl haben, wenn die Bevölkerung stark konzentriert wohnt. Umgekehrt klettert ein kleiner Kanton im Ranking schnell nach oben, wenn er von vielen kleinen Tälern, wuchernden Pendlergürteln oder zerschnittenen Stadtgrenzen durchzogen ist. Die riesige Lücke zwischen Bern und Zürich – 459 zu 249 – zeigt zudem, dass auch die reine Einwohnerzahl die Post-Landkarte nicht diktiert.
Wie Sie diese Zahl nutzen sollten
Nehmen Sie diese Zahl, um ein Gefühl für die Struktur eines Kantons zu bekommen. Sie zeigt Ihnen, wo die Postgeografie komplex und vielschichtig ist, und wo sie eher übersichtlich bleibt. Sie sagt Ihnen aber nicht, ob es sich dort besser leben lässt oder ob die Region wirtschaftlich stark ist. Für diese Antworten müssen Sie das Ranking verlassen und in die Detailseiten der Kantone und Postleitzahlen eintauchen. Die Kennzahl ist dann am stärksten, wenn sie Ihnen hilft, die Form und Zersiedlung der Schweiz besser zu verstehen.






